Das Waveform-Audiodateiformat (WAV, oder seltener WAVE aufgrund der MS-DOS 8.3 Dateinamensbeschränkungen) ist ein weit verbreiteter Standard für Audioformate, der von Microsoft und IBM entwickelt wurde. Es wird primär zur Speicherung unkomprimierter Audiodaten verwendet, was es zu einer beliebten Wahl für hochwertige Audioaufnahmen und -bearbeitung macht. WAV-Dateien enthalten typischerweise rohe, unkomprimierte Audio-Samples, was bedeutet, dass sie die volle Wiedergabetreue des Originalklangs bewahren. Dies macht sie ideal für die professionelle Audioproduktion, Archivierung und Anwendungen, bei denen die Audioqualität von größter Bedeutung ist. Der Mangel an Komprimierung führt jedoch zu relativ großen Dateigrößen im Vergleich zu komprimierten Audioformaten wie MP3 oder AAC. WAV-Dateien können auch komprimierte Audiodaten unter Verwendung verschiedener Codecs speichern, aber das unkomprimierte Format ist der gebräuchlichste und charakteristischste Anwendungsfall. Das Format unterstützt verschiedene Bittiefen (z.B. 8-Bit, 16-Bit, 24-Bit, 32-Bit) und Abtastraten, was Flexibilität bei der Audioqualität und Dateigröße ermöglicht. WAV-Dateien basieren auf dem Resource Interchange File Format (RIFF), einem generischen Containerformat zur Speicherung von Multimediadaten. Die RIFF-Struktur ermöglicht es WAV-Dateien, Metadaten wie Künstlerinformationen, Titelbezeichnungen und andere relevante Details zu enthalten. Aufgrund seiner weiten Verbreitung und unkomprimierten Natur bleibt WAV ein Eckpfeiler digitaler Audioworkflows.