MDF (Media Disc Image File) und MDS (Media Descriptor File) bilden ein Dateiformat-Paar, das zur Erstellung und Verwaltung von Disc-Abbildern verwendet wird, primär für optische Medien wie CDs und DVDs. Die MDF-Datei enthält die eigentlichen Rohdaten der Disc, im Wesentlichen eine vollständige Sektor-für-Sektor-Kopie. Die MDS-Datei hingegen ist eine kleine Deskriptordatei, die Metadaten über das Disc-Abbild speichert, wie etwa das Track-Layout, Sitzungsinformationen und andere Eigenschaften. Sie fungiert als Inhaltsverzeichnis für die MDF-Datei und ermöglicht es der Software, das Abbild korrekt zu interpretieren und einzubinden (Mounting). Beim Einbinden oder Brennen eines MDF/MDS-Abbilds werden in der Regel beide Dateien benötigt. Die MDS-Datei weist die Software an, wie die in der MDF-Datei enthaltenen Daten zu handhaben sind. Dieses Format wurde durch Alcohol 120% populär gemacht und wird häufig für die Sicherung von Spiele-Discs, Software-Installationen und anderen optischen Medien verwendet. Obwohl es nicht so universell unterstützt wird wie ISO-Abbilder, bietet MDF/MDS Funktionen wie die Unterstützung für mehrere Sitzungen (Multi-Session) und Datenspuren, was es für komplexe Disc-Strukturen geeignet macht. Es ist wichtig, beide Dateien zusammen aufzubewahren, damit das Abbild verwendbar bleibt.